Einer neuen Studie zufolge ist das Internet bei Bankkunden vor allem für Recherchen und Finanzvorbereitungen beliebt. Echte Geschäftsabschlüsse erfolgen aber noch immer vorwiegend in der Filiale im Rahmen einer Beratung. Damit bleibt der Bankberater eine Vertrauensperson.
Die Studie wurde gemeinsam von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Google sowie der deutschen Bank durchgeführt. Demnach informieren sich rund 60 Prozent aller Deutschen online über Finanzthemen und -produkte, bevor sie sich letztlich entscheiden. Zu Abschlüssen über das Web kommt es allerdings nur bei knapp 11 Prozent, was das Vertrauensverhältnis des Bankkunden zum Berater in der Filiale unterstreicht.
Die Ergebnisse basieren auf Berichten von rund 20.000 haushalten, die der GfK regelmäßig über ihre Finanzgeschäfte Bericht erstatten. Zudem erteilten rund 5.000 dieser Haushalte der GfK die Erlaubnis, deren Internetverkehr aufzuzeichnen und zu analysieren. Gefiltert wurden finanzbezogene Webseiten sowie Suchanfragen. Berücksichtigt wurden ausschließlich private Computer ohne Büro-PCs. Nach Alter untergliedert sehen die Ergebnisse wie folgt aus:
In der Altersgruppe der 40 bis 49 Jährigen informieren sich 43 Prozent der Bankkunden online. Im Alter von 60+ informieren sich noch immer rund 54 Prozent vor einem Vertragsabschluss über Finanzthemen im Internet. Dabei nutzten nur 36 Prozent aller Bankkunden die Suchmaschine Google.
Besonders einfache und standardisierte Finanzprodukte sind im Visier der Suchenden, wenn es um einen direkten Onlineabschluss geht. 27 Prozent aller Tagesgeldkonten werden online beantragt und 19 Prozent aller Kreditkarten online bestellt.