Private Krankenversicherung PKV- Versicherte zahlen im Durchschnitt über 70 Prozent mehr Beitrag als gesetzlich Krankenversicherte (GKV)

Junge gesunde Gutverdiener zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung incl. Pflegeversicherung bis zu über 600€ monatlichem Beitrag. Damit sind sie empfänglich für die Angebote der Privaten Krankenversicherung. Deren Tarife versprechen günstigere Beiträge bei besserer Leistung.

kerner.de enthüllt exclusiv: Privat Krankenversicherte bezahlen im Durchschnitt über 70% mehr Beitrag als gesetzlich Krankenversicherte!

Wer viel verdient, oder wer selbstständig ist, kann unter gewissen Voraussetzungen in die private Krankenversicherung (Abkürzung: PKV) wechseln. Deren Vertreter versprechen oft günstigere Beiträge als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Beispielsweise zahlt ein Selbstständiger (abgesehen von manchen Existenzgründern) mindestens über 300€ in der GKV, und bei hohem Verdienst über 600€.
Private Krankenversicherung ist für junge Leute schon für weniger als 300€ Monatsbeitrag erhältlich. Der Gutverdiener spart also pro Monat oft über 300€ Versicherungskosten, bei meist besserer Leistung.

Diese Rechnung verändert sich dramatisch, wenn der privat Versicherte älter wird oder eine Familie mit versichert: In der PKV ist für jeden Versicherten ein Beitrag zu entrichten, im Gegensatz zur kostenfreien Familienversicherung in der GKV. Und im Alter werden die Beiträge in der PKV oft unbezahlbar im Vergleich zur geringen Rente.

kerner.de hat für Sie recherchiert (alle Zahlen betreffen das Jahr 2008):


In der PKV zahlten 8.620.000 Versicherte 30,30 Mrd. € Beiträge. Also pro Versichertem pro Monat 292 €.

Die GKV hatte 160 Mrd. € AUSGABEN (die bekanntlich nur zum Teil aus Beiträgen finanziert werden) bei 70 Mio. Versicherten= 190€/ Monat. Wegen Zuschüssen ist der real bezahlte monatliche Beitrag geringer. kerner.de schätzt den durchschnittlichen Beitrag eines GKV- Versicherten auf 170€/ Monat.

GKV: geschätzte 170€/ Monat
PKV: 292€/ Monat
= 70% mehr Beitrag als der GKV- Versicherte
(selbst falls bei der GKV die Gesamtausgaben ohne Zuschüsse berücksichtigt werden, zahlt der PKV- Versicherte dramatische 50% mehr als der durchschnittliche GKV- Versicherte)

kerner.de meint:
Die PKV ist eine Alternative zur GKV für Leute, welche sich den Luxus einer besseren Behandlung leisten können und wollen. Wer als privat Versicherter von seinem Vertreter nachweisbar (schriftlich) hauptsächlich mit dem Argument der Kosteneinsparung geködert wurde, hat möglicherweise einen Regreßanspruch gegenüber dem Vertreter. Denn der durchschnittliche PKV Krankenversicherte zahlt dramatisch mehr Beitrag als ein gesetzlich Krankenversicherter. Und das, obwohl die PKV sich die Rosinen unter den Interessenten herauspickt und Antragsteller mit bestehenden Gesundheitsschäden oft ablehnt.

Links:
GKV erhöht 2009 Beitragssatz
Steigende Beiträge bei der Privaten Krankenversicherung

verfasst am 22.07.2011 von kerner.de- Redaktion.
Stichworte:

Private Krankenversicherung, PKV, Gesetzliche Krankenversicherung, GKV

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Bisher 7 Kommentare.
Brietta schrieb am 21.12.2009:

> Denn bei mir als freiwillig Versicherten ist die Familie eben NICHT mit versichert.
Das wäre mir neu... Die Familie (mit einkommenslosen Mitgliedern) ist nach meiner Kenntnis auch bei freiwillig Versicherten mit familienversichert (http://de.wikipedia.org/wiki/Familienversicherung).

Oder irre ich da?

Brietta

Hans schrieb am 21.12.2009:

GKV und Kinder - wenn ich mit meinem Einkommen über dem Beitragsbemessungssatz liege, und mich daher freiwillig "gesetzlich" versichere, zahlen ich über 600EUR/Monat. Das Problem dabei ist nicht etwas, dass ich so viel zahle. Das Problem dabei ist, dass ich schlechtere Leistungen bekomme, als ein Pflichtmitglied, und das ist einfach eine Frechheit und treibt einen geradezu in die Hände einer PKV.
Denn bei mir als freiwillig Versicherten ist die Familie eben NICHT mit versichert.

Sebastian schrieb am 06.12.2009:

Ich komme aus einer Kultur, in der die Beschäftigungsquote der Frauen sehr hoch ist. Da ist es nicht nötigt, die Frau "mitzuversichern".

Wenn man natürlich mit 50 Jahren und drei Kindern zum ersten Mal über die Krankenversicherung nachdenkt, hat man vermutlich noch ganz andere Sachen falsch gemacht.

Es bleibt dabei. Für die meisten Gutverdiener und Selbstständige lohnt sich der Wechsel. Auch bis zu einem Altern von 40 Jahren.

Der durchschnittliche PKV-Versicherte (Selbständige und Gutverdiener) würden in der GKV wesentlich mehr zahlen. Da juckt der "Durchschnittsbeitrag" nur den Statistiker.

Olaf Kerner schrieb am 06.12.2009:

> Ich zahle in der PKV ca. 200 Euro und würde in der GKV ein Vielfaches latzen.

Offensichtlich sind Sie sehr jung und kinderlos ;-). Sobald Sie älter werden, ändert sich auch die Höhe Ihres Beitrages bei der PKV.
Dramatisch anders sieht die Rechnung auch dann aus, wenn Sie Frau und Kinder mitversichern müssen.

Olaf Kerner schrieb am 06.12.2009:

Die Zahlen stammen von den Pressemitteilungen der jeweiligen Verbände. Die meisten Zahlen können Sie auch bei Wikipedia nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/PKV
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Krankenversicherung

Roland Gänßler schrieb am 06.12.2009:

Aus welcher Quelle stammen die Zahlen, mit denen Sie gerechnet haben?

sebastian schrieb am 06.12.2009:

>hauptsächlich mit dem Argument der Kosteneinsparung geködert
>wurde, hat möglicherweise einen Regreßanspruch gegenüber dem Vertreter.

Genau das stimmt eben nicht. Der niedrige GKV Durchschnitt ergibt sich aus den vielen Arbeitslosen und anderen Beitragsfreien Leistungsempfängern.

Als Gutverdiener zahlt man halt deutlich mehr. Und ein Wechsel in die PKV kann viele hundert Euro sparen.

Für den Einzelnen ist der Durchschnittsbeitrag uninteressant. Ich zahle in der PKV ca. 200 Euro und würde in der GKV ein Vielfaches latzen.

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