Früherer ungarischer Regierungschef war wahrscheinlich einer der Henker der letzten russischen Zarenfamilie

In kommunistischen Zeiten wurden viele Dokumente aus gutem Grund in den Archiven weggeschlossen oder gleich vernichtet. Die Wende brachte erstaunliches ans Tageslicht: Beispielsweise war der frühere ungarische Regierungschef Imre Nagy wahrscheinlich einer der Henker der russischen Zarenfamilie (Abbildung: die 5 ermordeten Zarenkinder).

Wir erinnern uns: Nach russischen Revolution wurden alle Mitglieder des kaiserlichen Hauses der Romanovs, denen die Kommunisten habhaft werden konnten, inhaftiert und später ermordet.

Die Zarenfamilie selber (Nikolai II, seine Frau und seine 5 Kinder) wurden in Jekaterinburg im Ipatjew- Haus interniert. In den ersten Juliwochen fiel in Moskau die Entscheidung, die Zarenfamilie hinzurichten. Lenin und Swerdlow waren zu der Überzeugung gekommen, dass ein Prozess gegen den ehemaligen Zaren nicht ratsam sei. Ein unschuldiger Zar hätte die Richtigkeit der Revolution in Frage gestellt. Der Rat der Volkskommisare in Moskau beschloss die Vernichtung der Zarenfamilie in Jekaterinburg.

Bekannt war schon immer: In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1918 wurde die Zarenfamilie einschließlich aller verbliebenen Bediensteten erschossen.

Neu ist, dass nach Öffnung der Archive Details und Namen der Henker bekannt wurden. Anführer des Exekutionskommandos war Jakov Jurovski>>. Jedoch war keiner der Russen im Ort bereit, diese Tat auszuführen. Man bediente sich deshalb 7 ungarischer Kriegsgefangener. Einer davon war laut Akten aus dem lokalen Archiv der Tscheka (russischer Geheimdienst) Imre Nagy>> (Quelle u.a.: Heresch, Elisabeth. "Nikolaus II. Feigheit, Lüge und Verrat". F.A.Herbig Verlagsbuchhandlung). Wenige Tage nach den Morden untersuchte der weißgardistische Ermittler Sokolov die Tat und vernahm Beteiligte. Jedes Detail der Bluttat wurde festgehalten. Die Ermittlungsergebnisse erschienen auch als Buch in deutscher Sprache. Es ist sogar dokumentiert, wer im Erschießungskommando wo stand, und wer auf wen gefeuert hat. Imre Nagy stand aus Sicht des Exekutionskommandos hinten links>>.
Imre Nagy brachte es später bis zum ungarischen Regierungsschef. Seit dem ungarischen Volksaufstand (in dem er sich gegen die sowjetuschen Besatzer stellte) 1956 galt er als Nationalheld. Seite Vergangenheit als Henker holte ihn gewissermaßen 1958 ein, als er in Budapest von der sowjetfreundlichen Regierung hingerichtet wurde.

Kommentar: Seit der Wende dringen erschreckende Details über das frühe Leben ehemaliger führender Kommunisten ans Tageslicht (z.B. auch vom Doppelmörder Erich Mielke). Wäre Imre Nagy auch dann ungarischer Regierungschef geworden, wenn damals schon seine Beteiligung bei der Erschießung der Zarenfamilie bekannt gewesen wäre? Sicherlich nicht...

verfasst am 20.01.2012 von kerner.de- Redaktion.
Stichworte:
Zarenfamilie, Henker, Zar, Ermordung, Imre Nagy
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Bisher 8 Kommentare.
John Sollie schrieb am 31.08.2010:
The murder of the Russian Imperial Family shows us the real nature of the Russian communists and revolutionaries. It was a revolution organized and executed by gangsters and criminals. They were intellectuals, able to deliver good speeches. However, they were evil and small-minded. These figures, Lenin, Trotsky, Sverdlov, Dzerzhinsky and others, managed to destroy the Russian Imperial Family, and then Russia would become the blackest and most terrible dictatorship in human history.
tanie schrieb am 16.03.2010:

Ich finde die Tat schrecklich und die Tat hat auch nach all den Jahren nicht an Schrecken verloren!

Bartel von Wildenburg schrieb am 06.03.2010:

Welche Bedeutung hat es, ob Imre Nagy schon in seiner Jugend Menschen ermordet hat. Er war ein Mörder und blieb es auch, obwohl er dann von anderen Mördern ermordet wurde.
Um den Zaren tut es mir nicht leid, er war ein widerlicher Unterdrücker seines Volkes und bekam das was er verdient hat. Bedauerlich ist der Tot der Kinder, sie waren zweifelsfrei unschuldig. Aber die Tat ist verständlich, den weissen Konterrevolutionären durften keine Romanows lebend in die Hände fallen, das hätte die rote Revolution schwer behindert.

kreis schrieb am 26.04.2009:
Ich habe interesante Ergänzungen zu "latvian" Schieskommando
Nikola aus Bulgarien schrieb am 27.01.2009:
Der bolchewistische Verbrecher Yakov Yurovsky, hat die russische Zarenfamilie ermordet! Der Verbrecherkommunismus hate 100 milionen menschen ermordet! Tot den komunismus!
babelonia schrieb am 21.07.2008:
schade das die russische zaren familie sterben musste und noch dazuin so einer unwürdigen art, und die laichen geschändigt wurden, zum glück liegt die komplete zaren familie jetzt zusammen in ihrer familien gruft in st.petersburg

alles gute für die zaren familie das werde ich noch verhindern was passiert ist glaubt mir in paar jahren werde ich in die zukunftreisen und sie warnen und dann werde ich es schaffen sie vor dem tod zu retten.
Olaf Kerner schrieb am 17.06.2008:
Weitere Hinweise auf seine Täterschaft finden sich u.a. in den Protokollen des weißgardistischen Ermittlers Sokolov, welcher Teilnehmer an der Erschießung verhört hat.

Die Teilnahme Imre NagyS am Erschießungskommando ist mittlerweile anerkannt.

Niemand wird verkennen, dass Herr Nagy auf extremen Druck gehandelt hat, möglicherweise um sein eigenes Leben zu retten.
NilatsFesoj schrieb am 17.06.2008:
Frau Dr. Heresch ist die einzige Quelle für diese ungeheuerliche Behauptung. In Ihrem Buch hat sie dazu ein Schriftstück in russicher Sprache und kyrillischer Schrift abgedruckt.
Der Name "Imre Nagy" ist dort nach damls geltenden Rechtschreibregeln völlig falsch geschrieben.
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