Die Arbeitsplätze von 2300 Mitarbeitern des Nokia-Werks fallen damit weg. Aus Kostengründen ist es Nokia nicht mehr möglich, zu konkurrenzfähigen Kosten in Deutschland zu produzieren. Aus diesem Grund wird die Fertigung in Zukunft von anderen Betriebsstätten in Europa übernomme.
"Handys sind inzwischen Massenprodukte mit schmaler Marge. Bei den Produktionskosten kommt es daher auf jeden Cent an. Der Exodus in der Geräteherstellung wird weitergehen, wenn die Politik nicht konsequent daran arbeitet, die Standortbedingungen zu verbessern. Dazu zählen ein flexibles Arbeitsrecht und ein modernes Bildungssystem, das den Unternehmen eine ausreichende Zahl sehr gut ausgebildeter Fachkräfte zur Verfügung stellt. Die Tarifpartner fordere ich zu maßvollen Lohnabschlüssen auf. Dann kann es gelingen, zumindest die noch vorhandenen Produktionsstandorte für Infrastruktursysteme der Telekommunikation zu halten und Deutschland für international tätige Konzerne der Kommunikationstechnik wieder interessanter zu machen. Insbesondere im Bereich der Herstellung von Telekommunikationsnetzen hat Deutschland weiterhin viel Substanz und eine gute Ausgangsbasis. Großes Potenzial haben zudem Dienstleistungen rund um den Aufbau und Betrieb von Netzen für Mobilfunk und Breitband."